Steuertipp vom 10.08.2017

Gutes tun und Steuern sparen mit Spenden, aber wie?

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Auch beim Spenden sind gewisse Formalitäten einzuhalten.
Nahezu jeder weiß, der Staat hilft beim Spenden steuerlich mit. Jedoch nicht bei jeder Wohltat. Und selbst wenn das unterstützte Vorhaben förderungswürdig ist, muss das Geben richtig erfolgen. Sonst lehnt das Finanzamt die Spende bei der Steuererklärung ab.

Wer ist spendenfähig?

Wie bereits angemerkt, muss der Spender auch aus Sicht des Staates spendenwürdige Zwecke verfolgen. Dazu gehören Körperschaften des öffentlichen Rechts. Bei anderen begünstigten Einrichtungen ist die Ausstellung einer Spendenbescheinigung erforderlich, die nur sie extra deshalb ausstellen dürfen. An förderungswürdigen Zwecken gibt es dabei vieles. Meist sind sie sozialer, religiöser, kultureller, wissenschaftlicher oder auch politischer Art, wie Parteispenden zeigen - es kommt nur auf die anerkannte Gemeinnützigkeit an. Dabei gibt es allerdings Unterschiede. Ist auch der eigene Nutzen bei der Spende erheblich mitumfasst, können etwa Mitgliedsbeiträge nicht abgesetzt werden. Beispiele dafür sind Vereinstätigkeiten, die gleichzeitig eigene Hobbys wie beispielsweise Musik und Sport bilden. Bei der Feuerwehr oder dem Naturschutz ist das wiederum anders. Dort zählen Mitgliedsbeiträge auch als Spenden.

Bei Sachspenden Art und Wert angeben

Spenden können sowohl in Geld als auch in Sachen erfolgen. Das Finanzamt muss bei letzteren allerdings nicht nur die genaue Art der Spende erkennen können, sondern auch deren Wert. Beides ist in der Spendenbescheinigung anzugeben. Weil mit Spendenquittungen mitunter zu sorglos umgegangen wird, will das Finanzamt das genauer wissen. Das gilt im Übrigen auch bei Mitgliedsbeiträgen, die als solche zu kennzeichnen sind. Bei der eigenen Arbeitskraft hört die Fähigkeit der Spendenberücksichtigung allerdings auf.

Spenden ohne Grenzen - nicht beim Fiskus

Wer gerne und viel spendet, dem ist das hoch anzurechnen. Alles allerdings nicht, zumindest wenn es nach dem Fiskus geht. Bei 20 Prozent der gesamten Einkünfte ist Schluss mit der Anerkennung. Für Selbständige beträgt die entsprechende Spendengrenze wahlweise 0,4 Prozent des Jahresumsatzes zuzüglich eventuell gezahlter Löhne und Gehälter. Bei höheren Spenden lassen sich diese jedoch in spätere Jahre übertragen, wenn der Spender dies entsprechend angibt. Für Großspender gibt es zudem die Möglichkeit, eine Stiftung zu gründen. Unternehmer haben als Sponsoren außerdem noch die Möglichkeit als Sponsor aufzutreten. Damit Spenden aber voll als Betriebsausgaben anerkannt werden, muss die Förderung auch deutlich nach außen erkennbar sein und nutzbringend auf das Unternehmen zurückstrahlen, indem es etwa für seine Produkte wirbt.

(GUE)

Foto: ©Fotolia.com/DOC RABE

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