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Der Beruf des Steuerberaters

Wer seine Einkommensteuererklärung nicht selbst machen kann oder will, dem steht noch die Möglichkeit offen, einen Steuerberater zu beauftragen. Der Aufgabenbereich eines Steuerberaters geht aber weit über die Fertigung einer Steuererklärung hinaus. So berät er nicht nur in steuerrechtlichen bzw. betriebswirtschaftlichen Belangen, sondern erstellt beispielsweise auch sämtliche Jahresabschlüsse und Buchführungen für Unternehmen. Außerdem hilft er Existenzgründern bei der Erstellung eines Unternehmenskonzepts. Des Weiteren prüft er die ergangenen Steuerbescheide und kann seinen Mandanten im Rahmen des § 392 AO (Abgabenordnung) sogar vor Gericht vertreten, sofern die Finanzbehörde das Strafverfahren selbstständig durchführt. Legt die Finanzbehörde ihre Akten jedoch nach § 400 Hs. 2 AO der Staatsanwaltschaft vor, ist eine Verteidigung durch den Steuerberater nur noch in Gemeinschaft mit einem Rechtsanwalt möglich.

Steuerberater dürfen ihren Mandanten nur in steuerrechtlichen Fragen beraten. Die Rechtsberatung auf anderen Rechtsgebieten – z. B. im Mietrecht – muss wiederum von einem zugelassenen Rechtsanwalt vorgenommen werden. Des Weiteren darf ein Steuerberater keine Jahres- und Konzernabschlüsse überprüfen. Dafür sind Wirtschaftsprüfer zuständig.

Ein Steuerberater muss seine Tätigkeit unabhängig, gewissenhaft, eigenverantwortlich, verschwiegen und ohne berufswidrige Werbung ausüben. Hierbei sind vor allem folgende Gesetze zu beachten:
  • Berufsordnung der Bundessteuerberaterkammer (BOStB)
  • Steuerberatungsgesetz (StBerG)
  • Durchführungsverordnung zum StBerG (DVStB)
  • Steuerberatungsgebührenverordnung (StBGebV)
  • Fachberaterordnung
Bevor man sich „Steuerberater“ nennen darf, muss man hierzu von der zuständigen Steuerberaterkammer bestellt werden. Nach § 37 StBerG muss dafür grundsätzlich die Steuerberaterprüfung erfolgreich abgelegt werden. Man wird zur Prüfung nur unter folgenden Voraussetzungen zugelassen:
  • Abgeschlossenes (Fach)Hochschulstudium (Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften) von mind. vier Jahren und zwei Jahre Berufspraxis auf dem Gebiet des Steuerrechts, oder
  • abgeschlossenes (Fach)Hochschulstudium (Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften) von weniger als vier Jahren und drei Jahre Berufspraxis auf dem Gebiet des Steuerrechts, oder
  • abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung oder Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten und zehn Jahre Berufspraxis auf dem Gebiet des Steuerrechts. Ein Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt muss aber nur sieben Jahre Berufspraxis nachweisen.
Angehende Steuerberater dürfen außerdem keinerlei Vorstrafen besitzen und müssen in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Ihre bisher ausgeübte Tätigkeit darf mit dem Beruf des Steuerberaters nicht unvereinbar sein.

(VOI)

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